Über uns

Die zahlreichen Mühlen entlang seiner Flüsse und Bäche waren namensgebend für den dritten Naturpark Luxemburgs. Im Osten des Großherzogtums, an der Grenze zu Deutschland, haben sich 11 Gemeinden mit insgesamt 256 km2 Fläche und rund 24.500 Einwohnern zu einem Naturpark zusammengeschlossen.

Der Naturpark – ein Zweckverband der Mitgliedsgemeinden und des Staates

Der Naturpark ist ein Zweckverband (Syndicat mixte) der Naturparkgemeinden und des Staates. Die Liste der Mitglieder bzw. die Zusammensetzung des Vorstandes (Comité) finden Sie hier.
Die Gründung und Ausweisung des Naturparks erfolgte durch das großherzogliche Reglement vom 17. Mäerz 2016. Durch den großherzoglichen Erlass vom 10. Juni 2016 wird die Verwaltung des Naturparks für eine Laufzeit von 10 Jahren geregelt.

Was ist ein Naturpark?

Naturparke unterstützen die nachhaltige Entwicklung einer Region – dies bedeutet, dass gesellschaftliche, ökologische und wirtschaftliche Belange gleichermaßen berücksichtigt werden. Dies kann nur zusammen mit den Menschen, die in der Region leben und arbeiten, beziehungsweise unsere Region besuchen, umgesetzt werden. Die Menschen stehen im Mittelpunkt der Naturparkidee. Naturparke sind keine eingezäunten Schutzgebiete. Auch sollte man sie nicht mit Nationalparken verwechseln, in denen der Naturschutz Vorrang hat.

Warum ein Naturpark?

Nur Regionen, die ein einzigartiges Natur- und Kulturerbe besitzen, können Naturpark werden. Naturparke fördern den nachhaltigen Umgang mit diesem Erbe und unterstützen gleichzeitig die wirtschaftliche und soziokulturelle Entwicklung.
Darüber hinaus stärkt der Naturpark die regionale Zusammenarbeit und bietet eine ideale Plattform für europäische Projekte. Aufgrund der positiven Assoziierungen ist das Label „Naturpark“ ein Imagegewinn für die Region.

Weitere Vorteile sind eigenes Personal, das mit seinen Fachkenntnissen zur Verfügung steht und das Erholungs- und Freizeitangebot für Einheimische und Touristen verbessert.

Was macht der Naturpark?

Da ein Naturpark nicht für alles zuständig sein kann, soll sich seine Arbeit auf bestimmte Themenbereiche fokussieren. Zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern und allen interessierten Akteuren wurden für die Region 6 wichtige Themen, so genannte Leitthemen, festgelegt:

Wissen weitergeben

Wissen über eine Region sammeln, aufbereiten und weitergeben – sei es im Bereich von Flora und Fauna, Geschichte und Kultur oder Handwerk und Architektur – sind Kernaufgaben einer regionalen Entwicklung, die durch den Naturpark aufgegriffen werden.

Wasserregion

Die Naturparkregion wird weitgehend über eigene Quellen mit Trinkwasser versorgt und die Bedeutung sauberen Trinkwassers sowie sauberer Flüsse und Bäche ist elementar für die Bevölkerung – daher unterstützt der Naturpark den Schutz des Grundwassers und aller Gewässer.

Holzregion

Der Waldanteil liegt hier (im Naturpark Mëllerdall) über dem nationalen Durchschnitt von 34 %: Holz aus heimischen Wäldern ist eine bedeutende regionale Ressource, dessen verantwortungsvolle Nutzung und regionale Verarbeitung durch den Naturpark unterstützt wird. 

Regionale Produkte

Regionale Produkte können Botschafter der Naturparkidee und ein wichtiges Element einer lokalen und nachhaltigen Wirtschaft sein – deswegen möchte der Naturpark die Entwicklung und den Absatz entsprechender Produkte fördern.

Vielfältige Landschaft

Eine vielfältige Landschaft ist nicht nur von hoher Bedeutung im Naturschutz, sondern sie trägt auch stark zum Wohlbefinden und zur Lebensqualität der Bevölkerung und Besucher bei – der Naturpark setzt sich dafür ein, diese Vielfalt zu bewahren bzw. wiederherzustellen.

Lebenswerte Region

Lebensqualität erhalten, Versorgungseinrichtungen ausbauen, eine angepasste Siedlungsentwicklung anstreben und eine saubere Umwelt fördern, sind Aspekte, die eine Region lebenswert machen und deswegen durch den Naturpark gefördert werden.