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Hëlt

Die Hëlt wird in einem großen Bogen vom tief eingeschnittenen Fluss Sauer umflossen. Dieser Flussmäander wurde zur Gewinnung von Wasserenergie künstlich durchbrochen, so dass die Hëlt heute auf allen Seiten von Wasser umgeben ist und einen künstlichen Umlaufberg darstellt.

Der nordwestliche Teil der Hëlt hat ein sehr unregelmäßiges Relief und ist bewaldet. Auf dieser Seite hat die fluviale Erosion der Sauer am Hangfuß einen großen Erdrutsch verursacht, der von den Mergeln (mittlerer Muschelkalk) am Unterhang bis in den Dolomit (oberer Muschelkalk) reicht, der am oberen Hang steile Felswände bildet. Nach der Legende bewohnt die "Weiße Frau" eine der tiefen Klüfte in der Dolomitwand und erscheint von Zeit zu Zeit im Wald. Am Unterhang wurde in der Vergangenheit Gips gewonnen, der in den Mergeln vorkommt.

Die südöstliche Seite der Hëlt sieht ganz anders aus. Das Klima ist nahezu mediterran und auf den viel flacheren und ebenmäßigeren Hängen findet man das kleine nördlichste Weinanbaugebiet Luxemburgs. Auch Magerrasen mit Orchideen sind hier typisch. Trockenmauern als typische Landschaftselemente, die aus dem Dolomit gebaut wurden, gliedern die Hänge.