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Thoull und der ehemalige Sauermäander

Bis in die letzte Eiszeit floss die Sauer in einem großen Bogen um den Hügel Thoull herum. Durch einen Mäanderhalsdurchbruch verkürzte sie jedoch ihren Lauf und verließ den ehemaligen Mäander, der mit der Zeit verlandete. Die geologischen Schichten fallen hier nach Westen ab. An der Oberfläche findet man deshalb unterschiedliche Gesteine. Westlich des Thoull bilden leicht abzutragende Mergel (Keuper) den Untergrund. Deshalb ist das Tal dort breit. Im Osten ist es schmal, weil der Dolomit (oberer Muschelkalk) weniger leicht abzutragen ist. Auf dem Hügel Thoull und in seiner Umgebung sind pleistozäne Flussterrassen erhalten, die von der fluvialen Geschichte der Region zeugen.

Der Mensch machte sich im Bereich des Thoull eine Mineralquelle ("Kefferbur") zunutze, die bis ins frühe 20. Jahrhundert genutzt wurde, und verwendete verschiedene der geologischen Schichten zur Gewinnung von Bausteinen.