Steekaul Burermillen – ein ehemaliger Sandsteinbruch

Der Sandsteinbruch bei Born (© Birgit Kausch)

In diesem Steinbruch sind die ältesten Gesteine der Region zu sehen: die roten Sandsteine aus der Zeit des Buntsandsteins. Ihre rote Farbe stammt von im Stein enthaltenem Eisen. Diese Sandsteine liegen in diesem Bereich an der Oberfläche, weil sich die geologischen Schichten hier besonders weit nach oben wölben und einen Sattel bilden („Borner Sattel“). Der Fluss Sauer hat die roten Sandsteine freigelegt, indem er sich tief in die Landschaft eingeschnitten hat. Dabei hat er sich auch durch die jüngeren Gesteinsschichten aus der Zeit des Muschelkalks gegraben, die über den Sandsteinschichten liegen: gelblich-grüne Sandsteine, Mergel mit Gipslagen und Dolomit.

Im Tal des Girsterbaaches, der hier in die Sauer mündet, gab es mehrere Steinbrüche, in denen verschiedene Materialien gewonnen wurden: neben dem roten Sandstein waren dies der gelb-grünliche Muschelsandstein sowie Gips aus der Zeit des Muschelkalk. Die meisten dieser Steinbrüche sind heute nicht mehr zugänglich.

Der rote Sandstein („Borner Sandstein“) wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts in einem kleinen Steinbruch oberhalb des Radwegs abgebaut (Das Betreten des Steinbruchs erfolgt auf eigene Gefahr). Die obersten Bereiche des roten Sandsteins eignen sich gut als Bau- und Werkstein.

 

Informationen zum Natur- und Kulturerbe