Streuobstwiesen

Streuobstwiesen (lux. Bongerten) gehören zu den wertvollsten und artenreichsten Lebensräumen im Naturpark. Während des 20. Jahrhunderts ist die Zahl der Obstbäume jedoch um etwa drei Viertel zurückgegangen.

Trotz des starken Rückgangs prägen die Streuobstwiesen noch immer das Landschaftsbild des Naturparks. Heute gibt es noch circa 40.000 Obstbäume in der Region: vor allem Apfelbäume, gefolgt von Pflaumen-, Birnen-, Kirsch- und Walnussbäumen. Typische Sorten sind beispielsweise der Rheinische Winterrambour oder der Luxemburger Triumph bei den Äpfeln, die Neelchesbirne und die Hauszwetschge.

Eine bekannte Charakterart, die sich in den Obstwiesen wohl fühlt, ist der Steinkauz, die kleinste Eule Luxemburgs. 2015 konnten seit längerem wieder die ersten Bruten in der Region nachgewiesen werden. Dies ist sicherlich auch den seit Jahren andauernden Bemühungen zu verdanken, alte Obstbäume zu schneiden und wieder junge zu pflanzen. Bemühungen, die sich auch in den regionalen Produkten widerspiegeln – eine regelrechte Renaissance traditioneller Produkte (z.B. Marmelade, Säfte und Edelbrände) aber auch die Entstehung neuartiger Produkte sind derzeit zu verzeichnen (z.B. Fruchtweine, Cider oder Apfelschaumwein). Somit wird die Vielfalt der Streuobstwiesen durch eine einzigartige Geschmacksvielfalt in den Produkten reflektiert.

Der Naturpark ist derzeit dabei, mit seinen Partnern Sortenstreuobstwiesen in der gesamten Region anzulegen und diese z.T. zugänglich zu machen, um die Vielfalt der Sorten erleben zu können. Informationen dazu werden Sie bald hier erfahren.

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