Kammmolch

die Verantwortung der Naturparkregion für eine sehr seltene Amphibienart

Der Kammmolch (Triturus cristatus) ist europaweit sehr selten und deshalb streng geschützt. Der Naturpark Mëllerdall ist eines der wenigen Gebiete in Luxemburg, wo er noch vorkommt. Dem Schutz der Mëllerdaller Population kommt daher eine hohe Bedeutung zu.

Ursachen für den Rückgang des Kammmolchs:

  • Zerstörung oder Veränderung der Stillgewässer (Weiher und Tümpel) in der offenen Landschaft
  • Starke Düngung  in der Umgebung führt zu einer Überlastung der Gewässer mit Nährstoffen (Eutrophierung)
  • Ausbreitung von Gehölzen an den Ufern und damit einhergehend eine stärkere Beschattung des Gewässers
  • Zerstörung von Lebensräumen in der Landschaft (bspw. Hecken, Feuchtgebiete und Feldgehölze)
  • Hindernisse oder zu große Distanzen zwischen den Kammmolchpopulationen erschweren den Austausch (Isolation)
  • Verluste durch den Straßenverkehr während der Wanderungen des Kammmolchs zwischen Gewässern

Der Naturpark Mëllerdall hat in den vergangenen Jahren eine Bestandserhebung der Kammmolchpopulationen durchgeführt und konkrete Schutzmaßnahmen definiert. Kernstück des Projektes ist die Aufwertung verschiedener Tümpel, in denen der Kammmolch lebt. Zu diesem Zweck wurden mit den angrenzenden Landwirten Verträge ausgehandelt, die eine angepasste, extensivere Bewirtschaftung der Flächen regeln. Darüber hinaus werden von unseren Förstern gezielt Bäume entfernt, die die Tümpel zu stark beschatten und somit die Qualität des Lebensraums für den Kammmolch reduzieren. Außerdem werden punktuell Müllablagerungen entfernt. Stellenweise sind die Tümpel auch verlandet: solche Tümpel werden z.T. ausgebaggert und somit wieder für den Kammmolch hergerichtet.

Das Kammmolchprojekt wird, wie viele andere Naturschutzprojekte im Naturpark Mëllerdall, in enger Zusammenarbeit mit der Natur- und Forstverwaltung sowie externen Experten umgesetzt.

Informationen zum Projekt
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