Salzwaasserquell – Historische Salzgewinnung bei Born

Rot-braune Ablagerungen am Quellaustritt (© Birgit Kausch)
In einem Gradierwerk wird das Quellwasser über Reisigbündel geleitet und in einem Becken aufgefangen. Dabei verdunstet ein Teil des Wassers und gelöste Stoffe wie Eisen, Kalk und Gips lagern sich an den Zweigen ab. Auf diese Weise wird das restliche Wasser immer salzhaltiger (©public domain/wikipedia)

Bei Born wurde zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert mit Hilfe einer Gradieranlage (siehe rechts) Salz gewonnen. Eine Konzessionsurkunde von 1585 belegt dies.
Die Salzgewinnung war hier möglich, weil an verschiedenen Stellen am Fluss Sauer salzhaltige Quellen auftreten. Dort wo das Grundwasser an die Oberfläche tritt, hinterlässt es rot-braune Ablagerungen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass neben dem Salz auch Eisen im Wasser enthalten ist.
Das Wasser stammt aus den roten Sandsteinschichten, die in der Zeit des Buntsandsteins gebildet wurden. Diese Schichten erheben sich flussaufwärts über das Niveau der Sauer. Flussabwärts sind sie von jüngeren Gesteinsschichten bedeckt. Eine der Quellen lieferte eine ausreichend große Wassermenge mit genügend hohem Salzgehalt. Ihre genaue Lage ist heute nicht mehr bekannt.

Katasterlan von 1824 über dem aktuellen Orthophoto (© www.geoportail.lu)

Die Flurnamen „Auf dem Salzwasser“ und „Unter dem Salzwaasser“, die bereits auf dem Katasterplan von 1824 dargestellt sind, sind bis heute erhalten. Auch im Sagenschatz des Luxemburger Landes finden sich Hinweise auf die Salzquellen: hier wird von einem Salzmännchen berichtet, das in der Nähe hauste und allerlei Schabernack trieb.

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